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	<title>Blogressiv &#187; Lebenswert</title>
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		<title>Internet-Radio in Gefahr</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Mar 2007 12:19:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Über Radio Paradise habe ich vor längerem schon einmal geschrieben. Es ist ein kleiner Familienbetrieb um den Radio-DJ Bill, der dem kommerziellen Radio entsagt hat und sein eigenes Ding macht. Weder im Programm noch auf der Webseite gibt es Werbung. RP finanziert sich allein aus Spenden der Hörer. Radio Paradise ist Radio wie man es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Über <a href="http://www.radioparadise.com/">Radio Paradise</a> habe ich vor längerem <a href="http://www.blogressiv.de/2005/10/25/radio-paradise/">schon einmal geschrieben</a>. Es ist ein kleiner Familienbetrieb um den Radio-DJ Bill, der dem kommerziellen Radio entsagt hat und sein eigenes Ding macht. Weder im Programm noch auf der Webseite gibt es Werbung. RP finanziert sich allein aus Spenden der Hörer.</p>
	<p>Radio Paradise ist Radio wie man es haben will: lange, zusammenhängende Musikblöcke, die zu mehr werden als die Summe der Teile. Genreübergreifende Musikauswahl, die auch den abgebrühtesten Musikkenner überraschen würde und mich schon an viele neue und alte Künstler herangeführt hat. In großen Momenten sass ich halb lachend, halb weinend vor Rührung und mit Gänsehaut vor dem Rechner und lauschte in meine Kopfhörer, unfähig, etwas anderes zu tun als zu hören. Ich höre seit fast zwei Jahren mehrmals die Woche Radio Paradise und werde seiner nicht überdrüssig. Deshalb zücke ich liebend gern meine Kreditkarte und überweise regelmäßig Geld nach Paradise, Kalifornien.</p>
	<p>Und jetzt droht das Aus. Obwohl Radio Paradise seit jeher Royalties für die gespielte Musik abgeführt haben, steht eine Veränderung der Regeln an, die RP und anderen unabhängigen Internetradios aus den USA die Überlebenschancen entziehen wird. <a href="http://www.saveourinternetradio.com/2007/03/04/the-view-from-paradise/">Bill fasst die Situation aus seiner Sicht selbst zusammen</a>.</p>
	<p>Mir fällt kein anderes Angebot im Internet ein, dessen Verschwinden mich so persönlich treffen und ernsthaft traurig machen würde wie das von Radio Paradise. <a href="http://www.radioparadise.com/content.php?name=Listen">Hört rein</a>, solange es noch geht.</p>

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		<title>Bedingungsloses Grundeinkommen</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Sep 2006 07:35:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich gebe ja zu, dass ich die Idee vom bedingungslosen Grundeinkommen für jedermann, das das bisherige Sozialsystem ablösen könnte, sehr attraktiv finde. Henning beleuchtet etwas die finanzielle Seite und rechnerisch kann man das sicherlich lösen. Die eigentliche Frage ist doch aber, was dieser Paradigmenwechsel weg vom Zwang zur Arbeit in den Köpfen der Menschen auslöst. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Ich gebe ja zu, dass ich die Idee vom bedingungslosen Grundeinkommen für jedermann, das das bisherige Sozialsystem ablösen könnte, sehr attraktiv finde. Henning beleuchtet etwas die <a href="http://www.henningschuerig.de/blog/2006/09/20/gedanken-zum-grundeinkommen/">finanzielle Seite</a> und rechnerisch kann man das sicherlich lösen.</p>
	<p>Die eigentliche Frage ist doch aber, was dieser Paradigmenwechsel weg vom Zwang zur Arbeit in den Köpfen der Menschen auslöst. Bricht alles zusammen, weil Menschen von Natur aus faul sind und einfach aufhören werden zu arbeiten? Ich denke nicht. Zuallererst dürfte ein solches Grundeinkommen nicht hoch genug sein, dass irgendjemand auf die Idee kommt, seine Arbeit deswegen niederzulegen. Der Anreiz zum Zuverdienen wäre ausreichend, weil ich denke, dass sich nur wenige mit dem Minimum zufrieden geben.</p>
	<p>Heute wird recht viel Druck auf Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger ausgeübt und wer staatliche Leitungen empfängt ist in der Regel auch bedürftig. Das wäre nicht mehr der Fall beim Grundeinkommen und ich kann mir durchaus vorstellen, dass die Form von sozialem Druck, die Schmarotzer und Drückeberger abwertend betrachtet, stärker wird.</p>
	<p>Abgesehen davon, dass viel Steuergeld plötzlich den Menschen direkt zukäme, anstatt für Bürokratie ausgegeben zu werden, ist mein Menschenbild positiv genug zu glauben, dass die zusätzliche Freiheit und auch Absicherung viel Positives hervorbringen kann. Sofern sie bereit sind, bescheiden zu leben, könnten Menschen ihre Ideen und Träume ausprobieren, ohne Angst vor der nächsten Mietrechnung zu haben.</p>
	<p>Zuletzt und ganz prinzipiell: Um wieviel zig hundert Prozent ist denn die Produktivität in den letzten 200 Jahren im Rahmen der Industrialisierung gestiegen? Sicherlich ist auch der durchschnittliche Lebensstandard gewachsen, aber ich halte die Idee, dass wir reich genug sind, jedem sein Essen und ein Dach über dem Kopf bedingungslos spendieren zu können, nicht für abwegig, geschweige denn kommunistisch.</p>
	<p>Ich freue mich auf die Antwort von <a href="http://www.blogressiv.de/christian">Christian</a>.</p>

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		<title>Der Semmeltag</title>
		<link>http://blogressiv.de/2006/02/28/der-semmeltag/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Feb 2006 09:19:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Lebenswert]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute ist in Schweden Semmeldagen, also Semmeltag. Semmeln sind aber nicht einfach nur Brötchen, sondern das hiesige Äquivalent zum Krapfen oder Berliner. Letztere bekommt man hier zwar auch und das ganze Jahr über, Semmeln werden aber nur an den Dienstagen rund um den heutigen gegessen, v.a. aber eben heute, dem Semmeltag. Es gibt wichtige Unterschiede [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Heute ist in Schweden <em>Semmeldagen</em>, also Semmeltag. Semmeln sind aber nicht einfach nur Brötchen, sondern das hiesige Äquivalent zum Krapfen oder Berliner. Letztere bekommt man hier zwar auch und das ganze Jahr über, Semmeln werden aber nur an den Dienstagen rund um den heutigen gegessen, v.a. aber eben heute, dem Semmeltag.</p>
	<p>Es gibt wichtige Unterschiede zwischen Semmeln und Krapfen: Semmeln sind größer und sind auch nicht fittiert. Anstatt mit Marmelade sind sie mit Mandelmasse gefüllt, was den Nachteil hat, dass sie nach Marzipan schmecken. Außerdem ist der &#8220;Deckel&#8221; aufgeschnitten und richtig viel Sahne darunter. Da ich leider kein eigenes Bild einer Semmel habe, <a href="http://images.google.com/images?q=semlor">schaut sie Euch bei Google an</a>.</p>
	<p>Es ist natürlich kein Zufall, dass der Semmeltag gerade heute ist, denn morgen ist Aschermittwoch und die Fastenzeit beginnt. Da man sich heute also nochmal richtig den Magen vollhaut, heisst der Semmeltag auch &#8220;fetter Dienstag&#8221;, oder <em>Fettisdag</em>. Zum Glück ist meinens Wissens aber der christliche Ursprung des fetten Dienstag und damit des Semmelessens den Schweden ziemlich egal und ich bin mir ziemlich sicher, dass man auch nächsten Dienstag wieder Semmelesser antreffen wird. Manche sehen den Tag sogar als <em>Beginn</em> der Semmelsaison. <img src='http://blogressiv.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>

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		<title>Popul&#228;rmusik aus Vittula</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Feb 2006 12:08:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mikael Niemis Buch &#8220;Populärmusik från Vittula&#8221; ist eines der (leider nicht sehr zahlreichen) Bücher, die ich auf schwedisch gelesen habe. Tolles Buch! Es beschreibt in sehr unterhaltsamer und witziger Weise das Aufwachsen im äußersten Norden Schwedens, Norrland, und beinhaltet neben Seitenhieben auf die Hinterwäldler auch tragische und bizarre Elemente. Der Film zum Buch kam hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Mikael Niemis Buch &#8220;Populärmusik från Vittula&#8221; ist eines der (leider nicht sehr zahlreichen) Bücher, die ich auf schwedisch gelesen habe. Tolles Buch! Es beschreibt in sehr unterhaltsamer und witziger Weise das Aufwachsen im äußersten Norden Schwedens, <em>Norrland</em>, und beinhaltet neben Seitenhieben auf die Hinterwäldler auch tragische und bizarre Elemente. Der Film zum Buch kam hier 2004 in die Kinos und wenn ich mich recht erinnere, war er sehr sehenswert, obwohl zentrale Elemente des Buchs ausgelassen wurden. Jetzt <a href="http://www.populaermusik.de/">ist er in den deutschen Kinos zu sehen</a> und ich wünsche allen viel Spass dabei. (via <a href="http://www.spreeblick.com/2006/02/14/podcast-vom-1422006/">Spreeblick</a>)</p>

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		<title>100.000 Mitglieder im Hospitality Club</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2006 11:31:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im August 2004 wurde ich durch einen Zeit-Artikel auf den Hospitality Club (kurz HC) aufmerksam und wurde auch gleich Mitglied. Die erklärte Ziel des HC ist es &#8230; ..., Menschen zusammenzubringen &#8211; Gastgeber und Gäste, Reisende und &#8216;&#8217;Einheimische&#8217;&#8217;. Mitglieder des Hospitality Clubs rund um die Welt helfen sich gegenseitig, wenn sie verreisen &#8211; sei es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Im August 2004 wurde ich durch einen <a href="http://www.zeit.de/2004/32/Ungarn_neu?page=all">Zeit-Artikel</a> auf den <a href="http://deutsch.hospitalityclub.org/indexdeu.htm">Hospitality Club</a> (kurz HC) aufmerksam und wurde auch gleich <a href="http://secure.hospitalityclub.org/hc/travel.php?cid=basilisk">Mitglied</a>.  Die erklärte Ziel des HC ist es &#8230;<br />
<blockquote><br />
..., Menschen zusammenzubringen &#8211; Gastgeber und Gäste, Reisende und &#8216;&#8217;Einheimische&#8217;&#8217;. Mitglieder des Hospitality Clubs rund um die Welt helfen sich gegenseitig, wenn sie verreisen &#8211; sei es mit einem Dach für die Nacht oder einer Tour durch die Stadt. Mitglied zu werden ist kostenlos und jeder ist willkommen. Nach der Registrierung und Aufnahme kann man als Mitglied die Profile aller anderen Mitglieder im Internet ansehen.<br />
</blockquote></p>
	<p>Wenn ich mich recht erinnere, waren es etwa 20.000 Mitglieder, als ich dazukam. Gleich wird der Zähler die 100.000 überschreiten<sup><a href="#fn7517903814c8762467ba34">1</a></sup>, davon kommen alleine fast 20.000 aus Deutschland. Letzteres spiegelt wohl nicht nur die legendäre Reiselust der Deutschen wieder sondern ist sicher auch ein Überbleibsel der Tatsache, dass der HC dort seine Anfänge nahm. Die Verfünffachung der Mitgliederzahl lässt sich sicher zum Teil auf regelmäßiges Medienecho zurückführen, aber beruht wohl zum Großteil auf Mundpropaganda, die wiederum mit der Anzahl der Mitglieder wächst &rArr; exponentielles Wachstum.</p>
	<p>Meine eigenen Erfahrungen mit dem HC sind durchweg positiv. Ich war erst einmal zu Gast: letztes Jahr in London, wo die Nachfrage verständlicherweise groß ist, und ich zusammen mit 5 (!) weiteren Gästen Bett und Sofa des supernetten Gastgebers teilte. Da wir bei uns in Uppsala recht viel Platz in der Wohnung und ein Gästebett haben, haben wir auch regelmäßig Gäste vom HC. An die 20 waren es bisher, wiederum überrepresentativ viele Deutsche, aber auch Leute aus dem restlichen Europa und aus Asien.</p>
	<p>Natürlich ergibt sich keinerlei Verpflichtung aus der Mitgliedschaft im HC. Es ist immer in Ordnung, Anfragen zu verneinen oder sogar im eigenen Profil zu sagen &#8216;&#8217;Zur Zeit keine Gäste, bitte&#8217;&#8217;. Wenn man Leuten vom HC erzählt, erntet man trotzdem des öfteren skeptische Einwände, fremde Menschen bei sich wohnen zu lassen. Natürlich hat man nicht zu allen einen guten Draht und wenn man unsicher ist, kann man die Kommentare lesen, die andere schon über denjenigen geschrieben haben. Außerdem wird man vom HC ermuntert, sich gegenseitig auszuweisen und Passnummern auszutauschen. Man sieht auch im Profil der Personen, ob jemand anders schon die Identität überprüft hat und es gibt auch <a href="http://deutsch.hospitalityclub.org/rulesdeu.htm">Regeln</a>.</p>
	<p>Generell traue ich aber meinen Gästen und gebe ihnen Wohnungsschlüssel, damit sie nicht darauf angewiesen sind, wann wir zu Hause sind. Oft sind es Leute auf längeren Rundreisen mit kleinem Budget, denen man gerne hilft. Nachdem man einige Gäste hatte, merkt man auch schnell, welchen Typ Gast man gerade hat. Da gibt es die, die sowenig Umstände wie möglich machen wollen und sogar ihr eigenes Essen mitbringen. Man sieht sie kaum, weil sie wirklich nur zum Übernachten da sind. So ist es öfter, wenn es mehr als ein Gast ist, und ich glaube auch gemerkt zu haben, dass Deutsche eher zu diesem Verhalten neigen. <img src='http://blogressiv.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
	<p>Dann gibt es wiederum geselligere Menschen, die auch das Angebot &#8216;&#8217;Mein Kühlschrank ist dein Kühlschrank&#8217;&#8217; gerne nutzen, und mit denen man auch mehr Zeit verbringt. Beides erwartet natürlich wiederum keiner und manchmal hat man einfach weniger Zeit, sich um seine Gäste zu kümmern. In einigen Fällen versteht man sich aber auch so gut, dass man längeren Kontakt beibehält. Ausnahmeerscheinungen, wie dass man vom Gast bekocht wird oder sogar die Küche geputzt bekommt, sollte man aber nicht zur Erwartung werden lassen.</p>
	<p>Herzlichen Glückwunsch, Hospitalityclub, zum anstehenden &#8216;&#8217;Jubiläum&#8217;&#8217; und ein Dank an die vielen Freiwilligen, die die Webseite betreuen und Treffen organisieren. Ich hoffe, es bald einmal zu einem solchen zu schaffen, zumindest aber, bevor das Ziel von einer Million Mitgliedern erreicht wird.</p>
	<p>So, lieber Leser, jetzt nichts wie hin und <a href="http://secure.hospitalityclub.org/hc/signup.php">registrieren</a></p>
	<p id="fn7517903814c8762467ba34"><sup>1</sup> z.Zt. 99912 Mitglieder</p>

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		<title>Soll man das Altern heilen?</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Dec 2005 16:57:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Biologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Gelegentlich hört man davon, dass große Fortschritte in der Altersforschung gemacht werden. Eine grosse Debatte darüber habe ich bisher aber nicht bemerkt. Dieser Artikel (auf englisch) diskutiert verschiedene Argumente, die man gegen ein medizinisches Ausschalten des Alterns vorbringen könnte. Zurecht widerlegt der Autor die gängigsten Einwände und stellt klar, worum es eigentlich geht, nämlich nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Gelegentlich hört man davon, dass große Fortschritte in der Altersforschung gemacht werden. Eine grosse Debatte darüber habe ich bisher aber nicht bemerkt. <a href="http://www.egothemag.com/archives/2005/08/post_6.htm">Dieser Artikel</a> (auf englisch) diskutiert verschiedene Argumente, die man gegen ein medizinisches Ausschalten des Alterns vorbringen könnte.</p>
	<p>Zurecht widerlegt der Autor die gängigsten Einwände und stellt klar, worum es eigentlich geht, nämlich nicht darum, wie bisher das Leben zu verlängern, indem die mit dem Alter auftretenden Schwächen und Krankheiten bekämpft werden, sondern wirklich um &#8220;ewige Jugend&#8221;. Der alte Menschheitstraum also, der auch oft genug als Fluch dargestellt wird. Natürlich gäbe es weiterhin Tod durch Unfall und bisher unheilbare Krankheiten. Außerdem wäre keiner gezwungen, sein Leben zu verlängern und Selbstmord ist sowieso immer der letzte Ausweg.</p>
	<p>Aber mal ehrlich: In Anbetracht wie sehr heute schon versucht wird, Gedanken an den Tod zu vermeiden, bin ich sicher, dass ein Großteil der Menschen nicht nein sagen würde zu dem Angebot, viel länger als bisher zu leben. Obwohl ich keineswegs die Zeitspanne beurteilen kann, wielange es noch dauert bis man sich diese Frage wirklich zu stellen hat, kann man doch über die eventuellen Konsequenzen spekulieren.</p>
	<p>Die enormen gesellschaftlichen Konsequenzen, die ein massenhafter Zugang zu solcher Medizin hätte, lassen sich recht leicht ausmalen und reichen von Überbevölkerung bis zum Umstoßen jeglicher Rentensysteme. Allerdings wird nicht von heute auf morgen die Weltbevölkerung unsterblich werden, sondern es wird &#8211; wenn überhaupt &#8211; ein langsamer Prozess sein, bei dem natürlich die Reichen die ersten Nutznießer sein werden, so wie bei so vielen anderen medizinischen Errungenschaften auch. Das bedeutet aber auch, dass Zeit bleibt, die damit auftretenden Probleme zu lösen und ich stimme dem Autor zu in der Aussage, dass es offen ist, ob die gesellschaftlichen Veränderungen zum bösen oder zum guten gereichen.</p>
	<p>Einen Einwand möchte ich aber dem sehr optimistischen Text entgegenhalten: Der Tod ist keine Krankheit, die es notwendigerweise zu heilen gilt, sondern ein evolutionäres Erfolgsrezept. Ohne den Tod wären wir nicht hier und es ist unbestreitbar, dass der Tod und der daraus sich ergebende Generationenwechsel grosse Vorteile mit sich bringen, wenn man die Anpassungsfähigkeit aller &#8220;höheren&#8221; Spezies betrachtet. Ich glaube man geht nicht einmal zu weit, wenn man behauptet, dass der Tod eine <em>Voraussetzung</em> für höheres Leben ist. Somit ist er eine der erfolgreichsten Erfindungen, die sich im Laufe der Evolution gebildet haben. Den Tod auszuschalten hieße, die evolutionären Faktoren der Spezies Mensch auszuschalten und dies kann man wohl nur gutheißen, wenn man den Menschen schon als &#8220;gut genug&#8221; erachtet. Andererseits ginge es nicht um ein wirkliches &#8220;Ausschalten&#8221; des Todes sondern vielmehr um einen Aufschub (s.o.) und damit nur um eine Verlangsamung des menschlichen Generationenwechsels. Warum also eigentlich nicht?</p>
	<p>Heißt das, wenn ich nur erfolgreich und reich genug werde, kann ich 200 Jahre oder noch älter werden? Endlich ein Anreiz! <img src='http://blogressiv.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>

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		<title>Ekelfleisch</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2005 10:43:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Lebenswert]]></category>

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		<description><![CDATA[Ist das nicht ein tolles Wort? Wieder einmal gibt es also einen Lebensmittelskandal in Deutschland. Der Grund? Geld natürlich. Anstatt gleich wieder pauschal die Auswüchse des Kapitalismus zu beklangen, kann man auch konkrete Gründe angeben: abgesehen von mangelnden Kontrollen und vielleicht sogar dem einen oder anderen skrupellosen Geschäftemacher ist es der harte Preisdruck im Lebensmittelgeschäft. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Ist das nicht ein tolles Wort? Wieder einmal gibt es also einen Lebensmittelskandal in Deutschland. Der Grund? Geld natürlich. Anstatt gleich wieder pauschal die Auswüchse des Kapitalismus zu beklangen, kann man auch konkrete Gründe angeben: abgesehen von mangelnden Kontrollen und vielleicht sogar dem einen oder anderen skrupellosen Geschäftemacher ist es der harte Preisdruck im Lebensmittelgeschäft.</p>
	<p>Mit anderen Worten: Die mangelnde Bereitschaft der Kunden, für gutes Essen gutes Geld auszugeben. Prinzipiell will ich daher <a href="http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5008656_REF1,00.html">Seehofers Aussage</a> zustimmen, auch wenn &#8220;Geiz&#8221; vielleicht das falsche Wort ist. Ich denke es ist eher ein unterentwickeltes Bewusstsein, dass gutes Essen ein Luxus ist, in den es sich zu investieren lohnt.</p>
	<p>Ein Großteil der Bevölkerung muss doch nicht auf jeden Euro achten und gibt Umengen an Geld für andere Luxusgüter aus, seien es Autos oder Unterhaltungseletronik. Trotzdem geht man zu Lidl oder Aldi zum Einkaufen, weil es eben doch noch etwas billiger ist und essen eben so billig wie möglich sein soll. Und das, obwohl die Preise für Lebensmitttel in Deutschland im allgemeinen wirklich nicht hoch sind. Der Preiskampf geht nicht nur auf <a href="http://www.zeit.de/2005/47/Fiese_Arbeit-Alternative">Kosten der Angestellten</a> sondern wird eben an Lebensmittelproduzenten weitergegeben, oft mit der &#8220;Messer auf die Brust&#8221; -Methode.</p>
	<p>Also: Meidet Discounter und kauft beim Laden um die Ecke, solange es ihn noch gibt. Kauft Öko-Produkte, am besten von regionalen Erzeugern. Lasst euch euer Essen etwas kosten &#8211; es ist ein wichtiger Beitrag zur Lebensqualität.</p>

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