Software anderer verkaufen? Oh Nein!

Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie schwer es zu sein scheint, das Prinzip von “freier Software” zu verstehen. Eine sehr nette Anekdote bei der Times (englisch) beschreibt, wie Raubkopier-Jäger in England nicht einsehen, warum jemand anders CDs mit Software von Mozilla verkaufen darf und das ganze legal ist.

Es ist aber in der Tat völlig in Ordnung, freie Software zu vertreiben und dafür Geld zu verlangen [1]. Das Geld wird dann eben nicht für die Software selbst bezahlt, sondern den Service, den der Verkäufer mit der Bereitstellung der Medien erbringt. Nicht jeder hat z.B. schnelles Internet, um sich alles herunterzuladen.

Die Aussage des “Trading Standards Department”

Wenn Mozilla den Verkauf von kopierten Versionen ihrer Software erlaube, wird es praktisch unmöglich für uns, britische Anti-Raubkopier-Gesetze durchzusetzen [...].

(Übersetzung von mir)

ist einfach nur lächerlich. Oh nein! Da verschenkt jemand seine Software! Ich dachte eingentlich, dass freie Software mittlerweile in so vielen Bereichen vorkommt, dass solche Unkenntnis ausstirbt — zumindest bei Leuten, die sich beruflich mit lizenzrechlichen Fragen beschäftigen.

[1] Es mag im Einzelfall auf die jeweilige Lizenz ankommen, ist aber zumindest für die “übliche” GPL richtig.

(via netzpolitik und slashdot)

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